
Um 4 h in der Nacht bin ich aufgewacht, weil mein Herz schmerzte. Ich ging nach unten in die Küche, machte mir Tee und hoffte, dass der Klammerschmerz allmählich zurückgehe. Die Angst vor einem Herzinfarkt war so stark, dass ich um 5 h die 144er Notfallnummer wählte. Etwa eine 1/2 h später waren die Sanitäter hier und machten sofort ein Elektrokardiogramm. Zudem verabreichten sie mir eine bittere Flüssigkeit unter die Zunge. Erster Befund: Das EKG zeigt nichts Aussergewöhnliches.
Nach kurzer Zeit trafen wir in der Notfallaufnahme im Kantonsspital in Aarau ein, wo die Ärzte sofort mit weiteren Untersuchungen und Befragungen begannen. Alle meine mündlichen Ausführungen deuteten auf einen (möglichen) Infarkt. Die ersten Laborwerte und ein 2. EKG hingegen waren alle negativ (heisst positiv für mich). Der Brustkorb wurde geröntgt und das Herz mit Ultraschall untersucht. Alles normal, nichts Auffälliges. Dann, nach 10 h machten sie eine weitere Blutanalyse, um abgestorbene Herzzellen (=Infarkt) nachzuweisen. Nach etwa 1 h erhielt ich auch diesen Befund: Die Werte sind alle in Ordnung.
So empfahlen die Ärzte, unter ihnen 2 Kardiologen, dass mein Hausarzt mit mir so schnell wie möglich ein Belastungs-EKG vornimmt, um weitere Hinweise auf den Herzschmerz zu bekommen.
Um 12.30 war ich wieder zu Hause. Der Druck am Herzen hatte etwas nachgelassen, war aber noch immer spürbar. Dann folgte ein erholsamer Diwanschlaf, bevor Martin und Lilja uns besuchten.
Seit mehr als 1 Woche litt ich nun unter diesem Herzdruck, der täglich gegen Abend im Büro einsetzte und erst in der Nacht wieder verschwand. Wenn ich am Morgen augstand, spürte ich überhaupt nichts, bis an diesem Samstagmorgen, als ich vor lauter Angst die 144 anrief.
Auf jeden Fall ist alles gut gegangen. Die Frage, ob der Druck ein Symptom von Angina Pectoris ist, wird sich weisen.