(1. Bild) Mutti + Vati am 10.3.2000, Mutti's 85-ster
(2. Bild) Nikki mit Grosi am Altersheimfest im September 2004
Heute vor 6 Jahren, am 18.12.2000 sind wir zum ersten Mal nach Amerika geflogen, um unsere Tochter Natalie und ihren Mann Bob zu besuchen. Vermutlich starb Vati genau zum Zeitpunkt, als wir in Newark zwischenlandeten, denn der Anruf von zu Hause erreichte uns erst in Tylertown am frühen Morgen Ortszeit. Wir sind dann trotzdem drüben geblieben, da meine Geschwister schon entschieden hatten, dass die Abdankung erst nach Neujahr, resp. nach unserer geplanten Rückkehr stattfinden werde.
6 Jahre später liegt Mutti im Sterben. Jeden Tag rückt es der Erlösung ein Bisschen näher. Der Kampf ist hart und schmerzreich und helfen ist praktisch unmöglich. Jeden Tag sind wir drei Kinder mit unseren Partnerinnen und Partnern zu unterschiedlichen Zeit an Muttis Bett und versuchen ihm das Gefühl von Familie, von Wärme und Liebe zu geben. Es spürt, dass wir da sind, kennt uns und erwidert die Küsse, wenn wir kommen und Stunden später wieder gehen. Wir leiden mit ihm und wünschen ihm baldige Erlösung.
So grabe ich wieder in meinem Fotoarchiv und hole Bilder vergangener Tag hervor, Tage, an die wir uns alle gerne erinnere. So ist das Leben, ein Kommen und Gehen, ein Aufblühen und Verwelken. Die Liebe zählt und überdauert alles. Wir lieben unser Mutti und spenden uns in diesen schweren Tagen gegenseitig Trost. Wann waren wir Geschwister das letzte Mal so nahe beisammen? Wir dürfen dieses Glück füreinander und für Mutti dazu sein auch geniessen, dank unseren Partnerinnen und Partnern, die mit uns leiden und mit uns weinen.